Zonen-Builder

Erstelle benutzerdefinierte Herzfrequenz- und Leistungs-Trainingszonen

Herzfrequenzzonen

Max-HF-Formel
Zonenschema

Geschätzte Max-HF: 185 bpm · Prozentsatz der Max-HF verwenden

Ihre Herzfrequenzzonen

Warm-up

Very light effort. Builds aerobic base and aids recovery.

93–111
bpm · 50–60%
Fat Burn

Light effort. Optimal for fat burning and building endurance.

111–130
bpm · 60–70%
Aerobic

Moderate effort. Improves cardiovascular fitness.

130–148
bpm · 70–80%
Threshold

Hard effort. Increases lactate threshold and speed.

148–167
bpm · 80–90%
Max

Maximum effort. Develops maximum performance and speed.

167–185
bpm · 90–100%
Tipp: Um Zonen in Garmin Connect eingeben zu können, gehen Sie zu Training → Herzfrequenzzonen → Benutzerdefiniert

Zonenverschiebung und Fitnessänderungen

Herzfrequenzzonen sind nicht statisch — sie verschieben sich mit der Fitness. Wenn die Laktatschwelle steigt, erweitert sich Zone 2. Alle 8–12 Wochen neu testen. Der Zone Builder aktualisiert und exportiert schnell zu Garmin. Herzdrift bei langen Einheiten ist normal.

Herzfrequenz-Trainingszonen erklärt

Trainingszonen teilen Ihren Herzfrequenzbereich in Intensitätsstufen auf, die jeweils unterschiedliche physiologische Anpassungen ansprechen. Die richtige Nutzung von Zonen hilft Ihnen, Trainingsbelastung und Erholung auszubalancieren.

Die Karvonen-Methode

Wenn Sie eine Ruheherzfrequenz angeben, verwendet dieser Rechner die Karvonen-Methode (Herzfrequenzreserve), die individueller ist als einfache Max-HF-Prozentsätze:

Ziel-HF = ((Max-HF − Ruhe-HF) × Intensität%) + Ruhe-HF

Zonen in Garmin Connect eingeben

Garmin-Geräte importieren keine Zonendateien — Sie müssen die BPM-Bereiche manuell eingeben. In Garmin Connect Web gehen Sie zu Training → Herzfrequenzzonen, wählen Ihr Gerät und geben die BPM-Werte für jede Zone ein.

Warum Trainingszonen wichtig sind

Trainingszonen sind Intensitätsbänder, die bestimmten physiologischen Zuständen deines Körpers entsprechen. Unterhalb von etwa 70–75% der maximalen Herzfrequenz stützt sich die Muskulatur in erster Linie auf Fettverbrennung und aeroben Stoffwechsel – das kann man stundenlang aufrechterhalten. Oberhalb der Laktatschwelle (bei den meisten Menschen ca. 80–90% der HF max) häuft sich Laktat schneller an, als es abgebaut werden kann, was einen raschen Wechsel zu Glykogen erzwingt und die Belastungsdauer begrenzt. Jede Zone stimuliert daher andere Anpassungen: Zone 1 und 2 fördern die Mitochondriendichte und Fettverbrennungskapazität; Zone 3 verbessert die Herzleistung und aerobe Effizienz; Zone 4 hebt die Laktatschwelle an; Zone 5 entwickelt VO₂max und Grundschnelligkeit. Training ohne Zonenstruktur gleitet oft in eine „moderate" Intensität ab, die gleichzeitig zu hart für den aeroben Grundlagenaufbau und zu leicht für intensive Anpassungen ist – manchmal als „Grauzone" bezeichnet.

Drei Wege zur Festlegung deiner Zonenanker

Prozent der maximalen Herzfrequenz (%HF max)

Der Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz (%HF max) ist die einfachste Methode. Du legst eine geschätzte oder gemessene Maximalpulsfrequenz fest und skalierst jede Zonengrenze als Prozentsatz davon. Die klassische Formel „220 minus Alter" wurde von Fox et al. 1971 als grober Bevölkerungsdurchschnitt veröffentlicht. Ihre Standardabweichung beträgt ±10–12 Schläge/min, was bedeutet, dass mindestens jeder dritte Mensch mehr als 10 Schläge/min von der Vorhersage entfernt ist – und seine Zonen möglicherweise in einem völlig falschen physiologischen Bereich liegen. Tanakas Formel von 2001 (208 − 0,7 × Alter) wurde aus einer größeren, neueren Metaanalyse abgeleitet und schneidet bei älteren Erwachsenen etwas besser ab, hat aber eine ähnliche Fehlerbreite. Wenn du deine tatsächliche HF max aus einem echten Maximaltest oder einer Renndatei kennst, nutze die Option „Manuell" im Rechner oben.

Herzfrequenzreserve — die Karvonen-Methode

Die Herzfrequenzreserve (HFR) – popularisiert vom finnischen Physiologen Martti Karvonen 1957 – verbessert den reinen %HF-max-Ansatz, indem sie die Ruheherzfrequenz berücksichtigt. Die HFR ist einfach HF max minus Ruhe-HF. Auf diese Reserve wird ein Zonenprozentwert angewendet und die Ruhe-HF wieder addiert: Ziel-HF = ((HF max − Ruhe-HF) × Intensität%) + Ruhe-HF. Da die Ruhe-HF die kardiovaskuläre Fitness widerspiegelt, erhalten zwei Personen mit derselben maximalen Herzfrequenz, aber unterschiedlichen Ruhepulsen (etwa 45 vs. 65 Schläge/min), deutlich unterschiedliche Zonengrenzen. Dies macht die Karvonen-Methode aussagekräftiger für Athleten, die bereits eine aerobe Grundlage aufgebaut haben. Gib deine Ruhe-HF im Rechner ein, um sie automatisch zu aktivieren.

Herzfrequenz an der Laktatschwelle (LTHR)

Die Herzfrequenz an der Laktatschwelle (LTHR) verankert Zonen direkt an einem physiologisch bedeutsamen Ereignis statt an einer geschätzten Maximalfrequenz. LTHR ist die Herzfrequenz, bei der der Blutlaktatspiegel rapide ansteigt – ungefähr dem Renntempo entsprechend, das man etwa 60 Minuten halten könnte. Joe Friels weit verbreitetes 7-Zonen-System setzt Zone 4 bei 95–100% der LTHR an und leitet alle anderen Zonen relativ dazu ab. Da LTHR eine messbare, trainierbare Größe ist und keine altersbasierte Schätzung, bleibt sie auch bei verändernder Fitness genau. Für ausführliche HF-max-Formeln und das vollständige LTHR-Feldtestprotokoll siehe den HR-Zonen-Rechner.

Leistungszonen: Das Coggan-7-Zonen-Modell

Für Radfahrer (und zunehmend für das Laufen mit Leistungsmessern) umgehen Zonen auf Basis der funktionalen Schwellenleistung (FTP) viele Herzfrequenzbeschränkungen. FTP ist definiert als die höchste mittlere Leistung, die unter Wettkampfbedingungen etwa eine Stunde aufrechterhalten werden kann. Das von Sportwissenschaftler Andrew Coggan entwickelte 7-Zonen-Modell ordnet Zonen als Prozentsätze der FTP zu: Zone 1 Aktive Erholung (<55%), Zone 2 Ausdauer (55–75%), Zone 3 Tempo (76–90%), Zone 4 Schwelle (91–105%), Zone 5 VO₂max (106–120%), Zone 6 Anaerobe Kapazität (121–150%) und Zone 7 Neuromuskuläre Leistung (>150%). Leistung reagiert sofort auf Belastung und wird durch Hitze, trainingsbedingten Herzfrequenzdrift oder Koffein nicht beeinflusst – was sie zum Goldstandard für die Intervallsteuerung auf dem Rad macht.

Gib deine FTP in Watt im Panel „Leistungszonen" oben ein, um deine persönlichen Coggan-Zonengrenzen zu sehen. Ein gut trainierter Amateur-Radfahrer hat möglicherweise eine FTP von 220–280 W; Elite-Straßenradfahrer liegen typischerweise über 350 W. FTP ist keine feste Größe – sie verbessert sich mit dem Training und sollte während einer Aufbauphase alle 6–8 Wochen neu getestet werden.

Die Schwelle bestimmen: Feldtests

Der praktischste Weg zur Zonenverankerung ist ein Feldtest statt eines Laborlaktatassays. Für die Herzfrequenz ist das Standardprotokoll ein 30-minütiger Zeitfahrt-Maximalversuch auf einem flachen Kurs: Die mittlere HF in den letzten 20 Minuten näherungsweise als LTHR. Manche Trainer bevorzugen einen Rampentest – schrittweise 1-Minuten-Stufen bis zum Versagen –, der kürzer ist und gut mit VO₂max korreliert statt mit der Schwelle. Für FTP auf dem Rad liefert ein 20-minütiger Maximalversuch, bei dem die mittlere Leistung mit 0,95 multipliziert wird, eine vernünftige FTP-Schätzung (der Faktor 0,95 berücksichtigt den Unterschied zwischen 20-minütiger und 60-minütiger nachhaltiger Leistung). Vor jedem Schwellentest gründlich aufwärmen – mindestens 10 Minuten mit einigen kurzen intensiven Belastungen. Den Test ausgeruht und ohne Restermüdung vom Vortag durchführen.

Polarisiertes Training und die 80/20-Regel

Forschungen des Sportwissenschaftlers Stephen Seiler an Elite-Ausdauersportlern ergaben, dass die erfolgreichsten Athleten etwa 80% ihrer Trainingszeit bei niedriger Intensität (Zonen 1–2) und nur etwa 20% bei hoher Intensität (Zone 4–5) verbrachten. Überraschend wenig Zeit wurde im moderaten „Tempo"-Bereich (Zone 3) verbracht. Dieses polarisierte Modell wurde seitdem in Studien mit Skiläufern, Ruderern und Läufern repliziert. Die physiologische Begründung: Niedrigintensives Training akkumuliert Trainingsvolumen ohne übermäßige Ermüdung, während hochintensive Einheiten starke Stimuli für VO₂max und Laktatschwelle liefern. Zone 3 ist nicht „schlecht", aber metabolisch belastend genug, um Ermüdung zu erzeugen, ohne den deckenhebenden Reiz echter hochintensiver Belastung zu bieten. Anfänger sollten zunächst das Zone-2-Volumen aufbauen, bevor sie nennenswerte hochintensive Einheiten hinzufügen.

Häufige Fehler beim Festlegen von Trainingszonen

Der häufigste Fehler ist die Verwendung einer formelbasierten HF max ohne Abgleich mit tatsächlichen Daten. Ein 40-Jähriger mit einer echten HF max von 195 Schlägen/min erhält völlig andere Zonen als die formelbasierte Vorhersage von 180 Schlägen/min – seine Zone 4 beginnt 27 Schläge/min höher als die Formel suggeriert. Immer mit der höchsten im Rennen oder bei harten Intervallen aufgezeichneten HF abgleichen. Der zweite häufige Fehler ist das Nicht-Aktualisieren der Zonen. Sowohl Laktatschwelle als auch FTP verbessern sich mit dem Training; zu Beginn eines Trainingsblocks festgelegte Zonen können in Woche acht zu leicht sein. Eine dritte Falle ist die Verwechslung von 5-Zonen- und 3-Zonen-Nomenklatur bei Planerstellung – „Zone 3" bedeutet Tempo in einem 5-Zonen-System, aber Hart/Schwelle in einem 3-Zonen-Modell. Immer bestätigen, welches System ein Plan verwendet, bevor man seinen Zonenzielen folgt.

Häufig gestellte Fragen

Sollte ich Herzfrequenzzonen oder Leistungszonen verwenden?

Leistungszonen sind für das Radfahren vorzuziehen, da Leistung sofort auf Belastung reagiert, während die Herzfrequenz mit einer Verzögerung von 30–60 Sekunden reagiert und bei Hitze und Ermüdung nach oben driftet. Beim Laufen verwenden die meisten Athleten weiterhin HF-Zonen, sofern sie keinen Laufleistungsmesser haben. Viele Radfahrer trainieren mit beiden: Leistung zur Echtzeitsteuerung der Intervallintensität und Herzfrequenz zur Kontrolle der physiologischen Kosten bei längeren aeroben Belastungen.

Wie oft sollte ich meine Zonen aktualisieren?

Ein erneuter Test alle 8–12 Wochen während eines Trainingsaufbaus ist eine vernünftige Faustregel. Früher testen, wenn Belastungen, die früher wie Zone 3 oder 4 wirkten, plötzlich leicht wirken – das ist ein zuverlässiges Signal, dass sich die Schwelle nach oben verschoben hat.

Sollte ich 5 Zonen oder 3 Zonen verwenden?

Fünf Zonen bieten feinere Abstufungen und werden von den meisten strukturierten Trainingsplänen genutzt. Drei Zonen passen gut zum polarisierten Modell (niedrig / moderat / hoch) und sind einfacher zu befolgen, wenn man neu im Zonentraining ist. 3 Zonen verwenden, wenn der Plan Belastungen als „leicht", „moderat" oder „hart" beschreibt; auf 5 Zonen wechseln, wenn der Plan Tempo-, Schwellen- und VO₂max-Intervalle spezifiziert.

Was tun, wenn meine Herzfrequenz die berechnete Zonengrenze überschreitet?

Zunächst prüfen, ob die HF-max-Schätzung korrekt ist – eine zu niedrige formelbasierte HF max lässt Zonen in der Praxis zu hoch erscheinen. Falls die HF max korrekt ist, ist ein kurzes Überschreiten von Zone 5 am Ende einer Maximalbelastung normal. Wenn dauerhaft scheinbar unmögliche Werte (über 210–220 Schläge/min für die meisten Erwachsenen) auftreten, können Sensorrauschen oder Elektrodenkontaktprobleme beim Brustgurt die Ursache sein – Sitz prüfen und die Elektroden vor dem Sport ggf. anfeuchten.

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