Was ist Laufleistung?
Laufleistung misst die mechanische Arbeit beim Laufen in Watt, ähnlich wie Radleistungsmesser. Anders als Herzfrequenz, die mit 30–90 Sekunden Verzögerung reagiert, reagiert Leistung sofort auf Tempo-, Steigungs- und Windänderungen. Laufleistung kann direkt mit Fußsensoren wie Stryd gemessen oder aus Tempo, Gewicht und Umweltfaktoren geschätzt werden. Dieser Rechner nutzt den Schätzansatz mit physikbasierten Modellen.
Häufige Fehler bei der Laufleistung
Das größte Missverständnis ist, geschätzte Leistung als gleichwertig mit gemessener zu betrachten. Fußsensoren wie Stryd erfassen tatsächliche Bodenkräfte, während Rechner nur aus Tempo und Steigung schätzen. Nutze geschätzte Leistung für relative Vergleiche eigener Sessions. Das Leistungs-Gewichts-Verhältnis (W/kg) ist aussagekräftiger als absolute Watt.
Laufleistung: Messen Sie Ihre Anstrengung
Laufleistung ist die mechanische Arbeit Ihrer Muskeln, gemessen in Watt. Im Gegensatz zur Herzfrequenz (die je nach Fitness, Koffein und Hitze variiert) gibt Ihnen die Leistung ein objektives Maß für die Anstrengung und ist besonders nützlich für die Tempoeinteilung im Gelände.
Leistung (W) = (Stoffwechselkosten × Gewicht) + Luftwiderstand ÷ Mechanische Effizienz
Faktoren, die die Laufleistung beeinflussen
- Steigung: Bergauf erhöht den Leistungsbedarf deutlich; bergab reduziert er sich
- Wind: Gegenwind erhöht den Luftwiderstand; Rückenwind verringert ihn
- Höhe: Dünnere Luft reduziert den Widerstand, erhöht aber den Stoffwechselbedarf
- Körpergewicht: Schwerere Läufer benötigen mehr Leistung für das gleiche Tempo
- Laufökonomie: Bessere Ökonomie = weniger Leistung für die gleiche Geschwindigkeit
Leistungstrainingszonen
Ähnlich wie Herzfrequenzzonen helfen Leistungszonen bei der Trainingsstrukturierung. Leichte Läufe sollten bei 1,0–1,5 w/kg liegen, Tempoläufe bei 2,0–2,5 w/kg und VO₂max-Intervalle bei 2,5–3,5 w/kg. Dieser Rechner hilft Ihnen, eigene Zonen festzulegen.